Social-Media-Marketing [SMM]

Übersicht: Social-Media-Marketing [SMM]

Beim Social-Media-Marketing werden soziale Netzwerke wie Instagram, LinkedIn, Facebook oder TikTok genutzt, um ein Unternehmen bekannter zu machen, eine Zielgruppe aufzubauen und Kunden zu gewinnen. Es umfasst regelmässige Inhalte, den Austausch mit der Community und bei Bedarf bezahlte Anzeigen (Social Ads).

Was Social Media kann – und was nicht

Der entscheidende Unterschied zur Google-Suche ist, dass bei Social Media niemand aktiv nach einer Lösung sucht. Die Nutzer scrollen durch ihren Feed und können dabei auf das Unternehmen stossen. Das macht Social Media stark für die Steigerung von Bekanntheit, Vertrauen und einem nahbaren Bild. Es ist hingegen weniger geeignet für die schnelle Anfrage bei akutem Bedarf.

Wer von einem Wasserschaden betroffen ist, googelt „Notfallsanitär Ostschweiz” – er öffnet nicht Instagram. Wer aber einem Sanitärbetrieb seit Monaten auf Instagram folgt und dessen Arbeit regelmässig sieht, wird im Bedarfsfall genau dort anrufen.

Social Media ist ein Beziehungs-, kein Direktverkaufskanal. Wer es als Ersatz für Werbung betrachtet, wird enttäuscht werden. Wer es jedoch als Möglichkeit zum Vertrauensaufbau versteht, nutzt es richtig.

Organischer Content vs. Social Ads

Organischer Content (ohne Budgeteinsatz) baut langfristig ein Publikum auf. Er erfordert Konsistenz – nicht perfekte Fotos, sondern regelmässige, authentische Einblicke. Ein Handwerksbetrieb, der zeigt, wie eine Arbeit entsteht, wirkt beispielsweise authentischer als ein Unternehmen, das hochpolierte Hochglanzbilder verwendet.

Social Ads (bezahlte Anzeigen) ermöglichen es hingegen, neue Zielgruppen zu erreichen, die dem Profil noch nicht folgen. Sie eignen sich gut, um eine konkrete Aktion zu bewerben, beispielsweise ein neues Angebot oder eine Veranstaltung. Ohne begleitenden organischen Content wirken sie jedoch schnell kalt.

Welche Plattform ist für Ostschweizer KMU am besten geeignet?

Die Plattformwahl sollte nicht davon abhängen, was gerade angesagt ist, sondern davon, wo die eigene Zielgruppe tatsächlich aktiv ist.

LinkedIn: Ist klar die stärkste Plattform für B2B. Wer Geschäftskunden anspricht, also andere Unternehmen, Entscheidungsträger und Fachpublikum, kommt an LinkedIn kaum vorbei.

Instagram: Ist stark für visuell kommunizierbare Leistungen wie Handwerk, Innenarchitektur, Gastronomie und Kosmetik. Es funktioniert, wenn regelmässig echte Einblicke geteilt werden.

Facebook: Für viele lokale KMU ist es noch immer relevant, besonders bei einer Zielgruppe ab 35–40 Jahren. Lokale Gruppen und Veranstaltungen sind hier stärker als auf anderen Plattformen vertreten.

TikTok: Ideal für jüngere Zielgruppen, erklärende Inhalte oder Betriebe, die bereit sind, authentische Videos zu produzieren. Für die meisten Ostschweizer KMU im B2B-Bereich ist es noch kein Pflichtkanal.

Weniger Plattformen, dafür konsequenter.

Eine Plattform gut zu bespielen, schlägt vier halbherzig betreute. Wer sich für LinkedIn entscheidet, sollte dort wöchentlich Beiträge veröffentlichen, auf Kommentare antworten und präsent sein – und nicht gleichzeitig Instagram, Facebook und TikTok parallel aufbauen.

Synonyme:
Social Media Marketing, Social Marketing
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