Die SERP (Search Engine Results Page) ist die Seite, die von einer Suchmaschine nach einer Suchanfrage angezeigt wird. Was früher übersichtlich war – zehn blaue Links – ist heute ein vielschichtiges Gebilde aus verschiedenen Elementen. Um in der Google-Suche sichtbar zu sein, muss man verstehen, welche dieser Elemente für das eigene Unternehmen relevant sind.
Was eine SERP heute enthält
Bezahlte Anzeigen (Google Ads): Sie erscheinen zuoberst und gelegentlich zuunterst und sind mit „Gesponsert” gekennzeichnet. Sie sind sofort buchbar, aber kosten pro Klick.
Local Pack: Bei ortsgebundenen Suchanfragen erscheinen drei Unternehmenseinträge mit Karte. Für lokale KMU ist dies oft das wichtigste Zielelement überhaupt.
Organische Treffer: Die unbezahlten Suchergebnisse, die Google nach Relevanz sortiert. Position 1–3 erhält den grössten Anteil der Klicks.
Featured Snippet: Eine hervorgehobene Box ganz oben, die eine Frage direkt beantwortet – oft aus einer der Top-10-Seiten entnommen. Wer ein Featured Snippet besetzt, erscheint faktisch „über Platz 1”.
„People Also Ask“ (PAA): Aufklappbare Fragen, die thematisch zur Suchanfrage passen. Eine gute Möglichkeit für Inhalte, die konkrete Fragen direkt beantworten.
Bilder und Videos: Bei visuell relevanten Suchanfragen zeigt Google direkt in den Suchergebnissen eingebettete Bilder- oder Videoergebnisse.
AI Overviews: KI-generierte Zusammenfassungen, die bei bestimmten Suchanfragen ganz oben erscheinen. Sie beantwortet die Frage direkt und verweist auf einige Quellen. Wer dort zitiert wird, gewinnt Sichtbarkeit, ohne dass ein Klick erforderlich ist.
Knowledge Panel: Eine Infobox, die Google rechts neben den Suchergebnissen oder prominent zuoberst einblendet, wenn nach einem bekannten Unternehmen, einer Person oder einer Organisation gesucht wird. Sie enthält Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen und einen kurzen Beschreibungstext. Für Unternehmen mit einem gepflegten Google Business Profile erscheint sie häufig automatisch.
AI Mode: Seit Oktober 2025 auch in der Schweiz verfügbar. Es handelt sich um einen eigenständigen, dialogbasierten Suchmodus, der über AI Overviews hinausgeht: Nutzer können Folgefragen stellen, Google verarbeitet mehrere Unterfragen gleichzeitig und liefert eine konsolidierte Antwort. Für die meisten lokalen KMU-Suchanfragen ist der „AI Mode” aktuell noch weniger relevant als die „AI Overviews”, doch das wird sich ändern.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Sichtbar zu sein bedeutet nicht mehr nur, auf Platz eins in den organischen Ergebnissen zu stehen. Es gibt heute mehrere Wege, in einer SERP aufzutauchen:
- im Local Pack über das Google Business Profile
- in den organischen Treffern via SEO
- in FAQ-Boxen durch strukturierte Inhalte
- in den AI-Overviews via GEO-Optimierung
- in den Bildergebnissen via optimierter Alt-Attribute
- im Knowledge Panel via Google Business Profile und Schema Markup
Für ein KMU aus der Ostschweiz bedeutet das: Wer für dieselbe Suchanfrage im Local Pack, in den organischen Ergebnissen und in einer FAQ-Box erscheint, dominiert die SERP – selbst wenn er nicht auf Platz eins der organischen Treffer steht.
So sieht eine SERP für lokale Suchanfragen aus
Wer „Elektriker Rorschach” googelt, sieht heute typischerweise oben eine oder zwei Anzeigen, dann das Local Pack mit drei Einträgen und Karte, danach organische Treffer und je nach Suchanfrage noch FAQ-Boxen oder Bilderergebnisse. Die organischen Treffer auf den Positionen 4–10 werden von vielen Nutzern gar nicht mehr wahrgenommen.