Eine Landingpage ist eine Webseite, auf der ein Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige, einen Link oder einen Suchbegriff gezielt „landet”. Sie verfolgt ein einziges Ziel: eine Anfrage, einen Kauf oder eine Anmeldung. Alles auf der Seite ist auf diese eine Handlung ausgerichtet, ohne Ablenkung.
Der Unterschied zur herkömmlichen Unternehmenswebseite:
Eine herkömmliche Unternehmenswebseite verfügt über eine Navigation, mehrere Seiten und verschiedene Ziele. Sie soll das Unternehmen vorstellen, informieren, Vertrauen aufbauen und Kontakt ermöglichen. Eine Landingpage macht das alles bewusst nicht.
Auf einer Landingpage gibt es keine grosse Navigation. Es gibt keine weiterführenden Links, die die Besucher auf andere Themen locken. Es gibt keine „Über uns”-Seite, keinen Blog-Link und keinen Karrierebereich. Nur das Angebot und die Handlungsaufforderung sind vorhanden.
Das klingt reduktiv – und ist es auch. Genau das ist der Punkt.
Wann werden Landingpages eingesetzt?
Bei bezahlter Werbung (Google Ads, Social Ads): Wer für einen Klick zahlt, möchte, dass dieser zu einer Anfrage führt und nicht dazu, dass der Besucher auf der Startseite stöbert und wieder geht. Eine Landingpage, die genau das liefert, was in der Anzeige versprochen wurde, konvertiert besser als jede allgemeine Webseite.
Bei spezifischen Kampagnen: Saisonale Angebote, Aktionen oder neue Leistungen benötigen keine eigene Unterseite in der Hauptnavigation, sondern eine Landingpage, die die Besucher direkt anspricht.
Bei SEO für Long-Tail-Keywords: Wer für „Gartenbau Rorschach SG” eine eigene Seite erstellt, die genau diese Suchanfrage beantwortet, hat bessere Rankingchancen als mit einer allgemeinen Leistungsseite.
Was eine gute Landingpage enthält
Eine klare Überschrift, die sofort sagt, worum es geht. Eine Unterzeile, die den Nutzen konkretisiert. Ein Bild oder eine kurze Erklärung, die Vertrauen aufbaut. Vertrauenssignale wie Bewertungen, eine Adresse und ein echtes Foto. Und schliesslich einen klaren Call-to-Action.
Die Reihenfolge der Elemente ist entscheidend: Was sieht der Besucher ohne Scrollen? Diese Fläche, der sogenannte „Above the Fold”-Bereich, entscheidet in den meisten Fällen darüber, ob jemand bleibt oder sofort wieder geht.
Die häufigsten Fehler bei Landingpages
Zu viele Ziele: Wer gleichzeitig Anmeldungen, Downloads, Anfragen und Newsletter-Abos möchte, erhält meist keines davon. Ein Ziel, ein CTA.
Keine Verbindung zur Anzeige: Wenn eine Google-Anzeige „Schreiner Ostschweiz – jetzt Offerte anfordern” verspricht, die Landingpage aber eine allgemeine Leistungsübersicht zeigt, fühlen sich die Besucher falsch geleitet. Die Botschaft der Anzeige muss sich auf der Landingpage wiederfinden.
Kein Vertrauen aufgebaut: Wer eine Anfrage schickt, will wissen, an wen. Adresse, Name, Telefonnummer, Foto – all das zeigt, dass hinter der Seite ein echtes Unternehmen steht.